Mal wieder unterwegs – Jo auf Reisen

•23. Mai 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Verdammte Axt, war das ein Ärger! Das mit der Sklavin.

Aber mal langsam, sonst versteht ihr ja nix. Also. Lucius und ich kommen an am Hafen und was finden wir… zwei herrenlose Sklavinnen. Also die mal eben eingesackt. Was sonst, oder?

Ab in die Taverne mit denen. War auch so weit ganz gut. Meine habe ich Butterblume genannt. Wie immer eben. Ein wenig unverschämt war sie schon, aber mit der Kurt hab ich sie ein wenig auf Vordermann gebracht.

Naja soweit. Am nächsten Tag wach ich auf und was hör ich? Sie ist weg. Geklaut von so einem Nordmann mit einer riesigen Axt! Also ich bin ja auch Nordmann, aber ich würde mir nie so eine Axt kaufen. Die muss man ja erst mal tragen.

Zum Glück war an dem Tag Training der Krieger. Ich da hin und mich beschwert. Aber die Herren von der roten Sorte waren natürlich nicht zu bewegen, wegen meinem Verlust mal von ihrem Tagesablauf abzuweichen und mir zu helfen.

Na egal! Da war ja noch mein Freund Magnus. Der hat mir dann geholfen und mich begleitet, die Sklavin zu suchen. Die haben wir auch gefunden. Aber der Kerl mit der Axt war wieder da.

Was macht der? Scheucht die Kleine in das Dorf und macht die Zugbrücke hoch! Dem war wohl seine Axt auch zu schwer, dass der nicht kämpfen wollte. Magnus und ich haben uns vorgenommen, noch mal wieder zu kommen und dann direkt das Dorf zu erobern. Bis die alle ihre Äxte parat haben, sind wir schon fertig, wie es scheint.

Naja genug davon. Ich bin mal nach Skjaldar gereist. So ein Boskdorf am Laurius. Warmer Met, freche Sklavinnen, Pratsch auf der Straße. So mag ich das!

Heute bin ich einem Quintus begegnet. Ein Krieger der roten Sorte. Erst nannte er sich Hauptmann, dann Präfekt oder so. Sicher ist der auch noch mehr, in solchen Dörfern gibt es ja immer mehr Titel als Einwohner.

Er hat mich allerhand Sachen über Lydius gefragt. Dachte wohl, er könne mich ausholen. Na, wenn der wüßte…

Egal. So eine Sklavin da hat er mir auch überlassen. Sehr gastfreundlich mein neuer Freund Quintus. Muss ich mal sagen!

(Ein Artikel von Jo dem Nordmann)

Rufius Zuchtsklave aus Hochburg

•10. Mai 2012 • 2 Kommentare

!Teil I – Der Verkauf

Mit einem ohrenbetäubendem Quietschen öffnet sich die schwere Holztür des Kennels und helle Lichtstrahlen treffen auf das Gesicht des schlafenden Sklaven.
Ein spöttisches Grinsen breitete sich im Gesicht des Wärters aus, der mit dem klimpernden Schlüsselbund in der Hand im Türrahmen stand. An seinem Gürtel baumelt zusammengerollt eine Peitsche, die zusammen mit seiner massigen Gestalt schnell klar macht, dass man die Anweisungen dieses Mannes besser ohne Murren befolgen sollte.

“Hey du Sklave” brummte der Wächter ungehalten, während er sich dem auf dem schmutzigen Fell schlafenden Sklaven näherte “wach endlich auf du Faulpelz!”. Der Sklave hob schlaftrunken den Kopf und blinzelte orientierungslos. Erst ein Tritt in die Seite weckte ihn endgültig auf und er sprang auf die Beine “aye Herr, guten Morgen wünsche ich” stammelte der Sklave und reibt sich verstohlen die Augen. Der Wächter nickt zufrieden und bellt ihn dann mit befehlsgewohnter Stimme an “Geh dich waschen, aber beeil dich. Der Slaver wird schon auf dem Weg sein um dich zu holen und ich verärgere den Mann nur ungern. Also trödel nicht, aber sei gründlich”. Der Sklave sieht ihn verwundert an, wagt aber nicht zu fragen, was diese Eile zu bedeuten hat und nickt nur. Der Wächter tritt zur Seite und macht Platz für den Sklaven, der auf den von hohen Mauern eingefassten Hof hinauseilt, in dessen Mitte ein steinerner Wassertrog steht. Dort kniet er sich hin und beginnt sich eilig gründlich zu säubern. Vorsichtig sieht er sich dabei um, es muss noch wirklich früh am Morgen sein, keiner der anderen Wächter ist zu sehen und auch kein anderer Sklave oder gar eine Sklavin. Der Sklave seufzt und nimmt ein schmuddeliges Reptuch vom Rand des Trogs um sich damit zu trocknen.

Die letzten Wassertropfen sind nocht nicht abgetrocknet, als das kleine in der Mauer eingelassene Tor aufschwingt und ein schlanker, dunkelhaariger Mann in der unverwechselbaren blau-gelben Kluft den Hof betritt. Sein Gesicht ist beherrscht von einer prägnanten Hakennase, die dem kleinen Mann ein listiges, fast schon raubtierhaftes Aussehen geben. Er sieht sich kurz um, erblickt den Sklaven der sich hastig neben dem Trog den Kilt überzieht, und winkt den Wächter herbei, ohne den Sklaven weiter zu beachten.

Mit einem knappen “Tal” grüsst der Slaver den Wächter.

“Ist er fertig?” will er mit ungeduldigen Unterton wisen.
“Aye Sir und Tal auch dir” grinst der Wächter den Slaver an. “Du kannst ihn mitnehmen und ich hoffe er bringt der Stadt und dir ein ordentliches Sümmchen”.
Der Slaver lacht leise “Das werden wir bald wissen mein Freund, aber sei versichert das der Paga heute Abend auf mich geht, sollte ich einen guten Käufer finden.”

Der Wächter lässt seine Zähne blitzen und nickt “ich nehme dich beim Wort alter Freund” während er Eisenringe von einem Haken an der Wand nimmt.
“Aufstehen” herrscht er den auf dem Boden knienden Sklaven an. Der Sklave erhebt sich wortlos, seine Augen wandern fragend zwischen Slaver und dem Wächter hin und her. “Verkaufen” rasen seine Gedanken “aber warum denn?”.
Der Wächter sieht ihn an “streck die Hände aus und starr mich nicht an wie ein dummer Bosk. Der Slaver wartet nicht gerne!”.

Mit geübten Handgriffen legt der Wächter ihm die breiten Eisenringe um beide Handgelenke und verschliesst sie sorgfältig. Dann nimmt er eines der hölzernen Joche, die aufgereiht an der Wand lehnen und hält dem Slaver das gebogene Holz mit seinen mächtigen Pranken hin  “das hier oder reichen Hand- und Fussfesseln?”.
Der Slaver sieht auf das Joch und nickt “nimm das Holz, es sind bereits zu dieser frühen Ahn viele Leute in der Stadt unterwegs und der hier sieht mir ein wenig störrisch aus”.
Der Wächter grinst und legt dem Sklaven das geschwungene Holz auf die Schultern. An beiden Enden baumeln kurze Ketten und der stämmige Wächter befestigt die Karabiner an den Enden der Kette an den an den Eisenringen angebrachten Ösen.

Zufrieden betrachtet der Slaver den Sklaven, der barfuss und nur mit einem braunen Kilt bekleidet auf dem Hof steht. Beide Hände sind an das schwere hölzernes Joch gekettet und gut sichtbar treten die Muskeln an seinem Oberkörper und an den Armen hervor. Angespannt bewegt der Sklave seinen Oberkörper hin und her und versucht das schwere Holz auf seinen Schultern ein eine bequemere Position zu rutschen. Der Wächter tritt vor ihn, packt ihn grob und befestigt eine weitere Kette an dem eisernen Kragen um den Hals des Sklaven “halt still und zappel nicht herum” fährt der Wächter den Sklaven an bevor er das Ende der Kette dem Slaver reicht “Hier hast du ihn, ich bin mir sicher das er eine stolze Summe bringt”. Der Slaver nimmt das umwickelte Endstück der Kette entgegen und starrt den Sklaven finster an “auf geht’s Bursche und mach mir keine Mätzchen”.

Der Sklave senkt seinen Blick und schon spannt sich die Kette zwischen seinem Hals und der Hand des Slavers. “Sichere Wege” ruft der Slaver dem Wächter zu während er seine angekettete Ware durch das schmale Tor hinter sich hier zieht.

Vor dem Tor warten schon zwei Gehilfen des Slavers und ein niederer Schreiber, mit mehreren Schriftrollen unter dem Arm, auf einem Wagen. In der Ecke des Wages sitzen zwei leichtbekleidete, dunkelhaarige Schönheiten. Die Hände gefesselt und um den Hals ebenfalls ein grober eiserner Ring. Der Slaver folgt dem Blick des Sklaven, der die beiden Mädchen unverhohlen anstarrt und grinst boshaft. Dann nimmt er die Kette aus seiner Hand und befestigt sie am hinteren Ende des Wagens “du wirst laufen Sklave” lacht der Slaver und klettert auf den Wagen zu den wartenden Gehilfen und den beiden Mädchen. Rumpelnd setzt sich der von einem großen Boskochsen gezogene Wagen in Bewegung und mit einem Ruck spannt sich die Kette, die den Hals des Sklaven mit dem Wagen verbindet. Die beiden Mädchen blicken den Sklaven mit großen Augen an und kichern leise. Eine herrische Handbewegung des Slavers in Richtung der beiden Kajirae lässt die beiden verstummen und ängstlich starren sie auf den Boden des Wagens. Angestrengt trabt der Sklave hinter dem Wagen her, den Blick starr auf seine Füsse gerichtet, um nicht zu stolpern. Gemächlich bahnt sich der Wagen seinen Weg durch die bunte Menge an freien Goreanern, die den angeketten Kajirus nicht beachten und nur gelegentlich mit verächtlichen Blicken bedenken. Nach einer Weile hält der Wagen und keuchend kommt auch der Sklave zum Stehen. Schweiß rinnt über seinen Oberkörper und schwer atmend sieht er sich um. Diesen Platz der Stadt hat er noch nie gesehen. Im Zentrum des Platzes befindet sich ein großes Podest, dahinter eine Reihe grob gezimmerter Käfige, in denen bereits mehrere Sklaven zusammengepfercht wurden.

Der Slaver sieht sich missmutig um “wir sind die letzten” murmelt er wütend und bedenkt den Wagenlenker mit einem vorwurfsvollen Blick. Der Mann zuckt nur mit den Achseln und grinst dümmlich. Behende springt der Slaver vom Wagen und erteilt seinen Gehilfen ein paar knappe Anweisungen. Die beiden jungen Männer springen ebenfalls vom Wagen, einer kümmert sich um die beiden Mädchen, der zweite löst die Kette des Sklaven vom Wagen und zieht ihn grob hinter sich her. Der Slaver ist schon voraus geeilt und wechselt ein paar Worte mit einem dicken Händler, der vor dem wild gestikulierend vor dem Podest steht und immer wieder laute Anweisung in Richtung seiner Helfer brüllt.

“Sollen die hier auch in den Käfig” fragt einer der beiden Gehilfen den Slaver. Abgelenkt schüttelt dieser den Kopf “nein, die drei hier nicht. In den Käfigen sind nur einfache Sklaven und Arbeitssklaven, die drei hier werden erstmal ausgestellt, damit sich die Käufer die Ware aus der Nähe ansehen können.” Der Slaver sieht sich um und winkt seinen Schreiber zu sich “kümmer dich um den Auktionator und gib ihm die Papiere, danach wirst du dich überzeugen, dass meine Ware angemessen ausgestellt und beschriftet ist. Ich werde mich in der Zwischenzeit umsehen, was die Konkurrenz anzubieten hat.” Der Schreiber nickt geschäftig und trabt mit den Schriftrollen auf den schnaufenden Händler zu.

Währenddessen bringen die beiden Gehilfen die drei Sklaven zu einem abgesperrten Bereich nebem dem Podest, in dem eine Reihe Holzpfosten in den Boden getrieben wurden an denen Seile und Ketten baumeln. Einer der Gehilfen löst die Jochketten von den eisernen Handfesseln des Sklaven und nimmt das Holz von den Schultern. Befreit von seiner Last streckt sich der Sklave erleichert und lockert die angespannten Muskeln in den Armen. Er sieht sich um und sieht das überall auf dem Platz Wachen in den Stadtfarben von Turia herumstehen, dazwischen ein paar vereinzelte grimmig dreinblickende Krieger.

“Zieht euch aus und werft eure Kleidung in den Korb hier” befiehlt der ältere der beiden Gehilfen den drei Sklaven. Schweigend gehorchen sie und legen die spärlichen Fetzen, die sie am Leib tragen ab und werfen sie in den Korb. Die beiden Mädchen werden zu den vorderen Pfosten geführt und einer der Helfer des Auktionators eilt herbei, um die beiden Kajirae eine nach dem anderen mit gespreizten Armen und Beinen zwischen zwei Pfosten anzubinden. Danach wendet er sich um und sieht den Sklaven abschätzend an “den hier eine Reihe nach hinten” ruft er den beiden Gehilfen zu, die den Sklaven umgehend an einen der äußeren Pfosten der zweiten Reihe führen. Ketten werden den Handfesseln befestigt und über das obere Ende Pfostens stramm gezogen, bis beide Arme ausreichend gespannt sind, danach wird das Ende der Kette außen in einen Haken eingehängt. Anschließend werden Seile um seine Fußgelenke gebunden, kunstvoll verknotet und die Enden um die unteren Ende der beiden Pfoten geschlungen, bis auch seine Beine weit gespreizt sind.

Nackt und nur noch mit ihrem eisernen Kragen bekleidet stehen die beiden Sklavinnen und der Sklave zwischen den Pfosten, den Blicken der interessierten Käufer ausgeliefert. Der Schreiber eilt wieder herbei, betrachtet das Werk der Gehilfen und nickt zufrieden. Danach nimmt er kleine vorbereitete Täfelchen und hängt an jeden Pfosten eines davon bevor er geschäftig davon eilt um den Slaver zu suchen.

Nach kurzer Zeit werden weitere Sklavinnen an die noch freien Pfosten gebunden. Der Sklave sieht sich vorsichtig um und bemerkt, dass neben ihm nur noch ein einziger Kajirus angeboten wird. Nach einer halben Ahn sind alle Vorbereitungen abgeschlossen und alle Pfosten belegt, die Käfige sind gefüllt und der Auktionator läuft mit hochrotem Kopf hin und her. Auch der Platz füllt sich mit immer mehr Goreanern, gekleidet in den Farben aller Kasten. Der Slaver persönlich führt einige Freie in den abgesperrten Bereich. Die meisten interessieren sich für die angebotenen Kajirae und die beiden Kajirii werden kaum beachten. Der Sklave hält seinen Blick gesenkt und lauscht den Gesprächen des Slavers mit den potentiellen Käufer. Die ungewohnte Haltung strengt ihn an und die Fesseln erlauben ihm nur wenig Bewegungsspielraum. Unruhig windet er sich hin und her und achtet nicht weiter auf das Geschehen um ihn herum.

Erst als er die markante Stimme des Slavers in seiner Nähe hört, hebt er langsam seinen Kopf und blickt sich um.

Nicht weit von ihm entfernt steht der Stadtslaver in Begleitung einer Freien Frau. Sie ist in ein kostbares  rotes Gewand gekleidet, die feinen Goldfäden schimmern, die dunklen Haare fallen ihr auf die schmalen Schultern, das Gesicht mit einem ebenfalls kostbaren Schleier verhüllt. Der Sklave bemerkt ihre Haltung. Stolz steht sie neben dem Slaver und ihre Augen leuchten im Schein der Mittagssonne. In einigem Abstand steht ihr Gefolge, so vermutet der Sklave jedenfalls. Ein junger Schreiber, schnatternde freie Frauen und dazwischen knieen einige Kajirae auf den Boden neben ihren Besitzern.

“An was habt ihr denn gedacht, veehrte Lady Tatrix” hört er den Slaver plappern. “Tatrix” denkt sich der Sklave “was ist das für ein seltsamer Name?”.

Die Frau sieht sich suchend um und schenkt dem eifrigen Slaver kaum Beachtung. Ihr Blick fällt auf den Sklaven und zielstrebig steuert sie auf ihn zu. Dabei bedeutet sie dem Slaver ihr zu folgen und erklärt ihm “deine Kajirae sind nichts besonderes, aber wenn ich schon mal in Turia bin dann will ich nicht mit leeren Händen zurückkehren”. Unmittelbar vor dem Sklaven bleibt sie stehen und mustert den Kajirus aufmerksam.

“Was ist mit dem hier Sir, ich nehme an der Sklave steht ebenfalls zum Verkauf?”. Der Slaver nickt und kommt einen Schritt näher “aye Lady Tatrix, es handelt sich um einen Sklaven aus unserer eigenen Zucht. Er steht zum Verkauf”. Die Tatrix geht in einigen Schritten Abstand um den Sklaven herum und sieht ihn genau sich von allen Seiten an “ein kräftiger Bursche ist es ja, als was wurde er ausgebildet und was kann er?”.

Der Slaver räuspert sich und wartet bis die Tatrix ihre Begutachtung beendet hat “nun” hüstelt der Slaver “ausgebildet ist er nicht sonderlich, er wurde im Arenakampf eingesetzt und für die Zucht.” Er deutet auf das Täfelchen das am Pfosten hängt “darin steht eigentlich alles was ihr wissen müsst, der Sklave ist gesund und für die Zucht geeignet Lady Tatrix”.

Aufmerksam lauscht sie seinen Worten und nimmt dabei beiläufig das an einem Nagel im Pfosten hängenden Täfelchen in die Hand. Sie überfliegt das geschriebene kurz und reicht es dann an den hinter ihr stehenden Schreiber weiter.

Dann blickt sie den Slaver mit ihren dunklen Augen an “erzähl mir, was nicht in seinen Papieren steht, Sir. Ich denke schon seit längerem darüber nach eine eigene Sklavenzucht in Hochburg zu beginnen, also nun bietet sich wie es scheint eine gute Gelegenheit”. Der Slaver reibt sich geschäftig die Hände, wittert er doch noch einen weiteren Verkauf und dazu noch an eine Tatrix. “Nun” beginnt er mit ruhiger Stimme “ich will euch nichts vorenthalten Lady Tatrix, der Sklave ist stur wie ein junger Boskbulle, manchmal gar aufsässig. Das war schon immer so Lady Tatrix, er hat etwas wildes in sich was sich nur schwer bändigen lässt. Aber er ist ein ausgezeichneter Faustkämpfer und ein erstklassiger Zuchtsklave wenn ihr versteht was ich meine”. Der Slaver wartet kurz und versucht die Wirkung seiner Worte abzuschätzen, dann fährt er fort “der Sklave ist nicht dumm, aber eben auch nicht sonderlich intelligent. Aber er weiss wo sein Platz ist und wenn er es einmal vergisst, dann straft ihn wie ihr es für richtig haltet und er wird es ohne Murren ertragen.”

Die Tatrix sieht den Slaver forschend an “du scheinst ein aufrichtiger Mann zu sein Sir, das schätze ich. Also, der Sklave kann nichts weiter ausser kämpfen und in den Fellen dienen. Das sollte sich auch im Preis bemerkbar machen, oder?”

Der Slaver reisst die Augen auf “nun, wenn ihr wirklich interessiert seid, so bin mir sicher das ich euch ein interessantes Angebot machen kann. Warum setzen wir uns nicht und reden in Ruhe darüber” er deutet auf ein kleines Zelt am Rande des Platzes und setzt sich in Bewegung. Die Tatrix lässt ein Lächeln unter ihrem Schleier erahnen und folgt dem Slaver. Sie hält kurz inne und winkt ihrem Schreiber “bitte prüft die Papiere des Sklaven Sir und gebt mir kurz Bescheid, ob damit alles in Ordnung ist bevor ich den Kajirus kaufe”. Der Schreiber nickt und lässt sich von einem Gehilfen des Slavers die offiziellen Papiere aushändigen um sie sorgfältig zu studieren. Nach einer Weile gibt er die Papiere zurück und schlendert zielstrebig in Richtung des Zeltes.

Neugierig beobachtet der Sklave das Zelt. Nach einer Weile sieht er einen zufriedenen grinsenden Slaver und die Tatrix aus dem Zelt kommen und wieder in Richtung des abgesperrten Bereichs laufen. Der Slaver murmelt ein paar Anweisungen in Richtung seiner Gehilfen und blickt zur Tatrix und dem Schreiber “ich lasse Euch eine Abschrift seiner Papiere anfertigen und beglaubigen, in einer Ahn könnt ihr die Papiere und den Kaufvertrag abholen. Bis dahin wird auch der Sklave fertig sein”. Die Tatrix nickt huldvoll und betrachtet nochmal den Sklaven, dann sieht sie zum Slaver “wie wird er gerufen?” fragt sie ihn. Der Slaver grinst “nun, das liegt bei euch wie ihr ihn nennen wollt, aber hier wurde er immer Rufius gennant”. Die Tatrix nickt “danke Sir, ich hoffe ich habe ein gutes Geschäft gemacht. Und nun ja, Rufius, ich denke das belassen wir erstmal so”.

Der Slaver nickt “wie ich bereits sagte Tatrix, seid ihr nicht zufrieden mit ihm dann könnt ihr ihn umtauschen oder ich erstatte euch den vollen Kaufpreis wieder.”

Die Tatrix lächelt, ihr Blick ruht weiterhin auf dem Sklaven “ich bin mir sicher wir werden dem Sklaven schon Manieren beibringen, und solange er sich in der Zucht bewährt kann es uns gleich sein was er sonst noch kann oder auch nicht kann”.

Grinsend stimmt der Slaver zu “es war mir eine Ehre mit euch Geschäfte zu machen, die Stadt Turia dankt und hofft auf weitere gute Handelsbeziehungen”.

Teil II – Die Reise nach Hochburg oder Badetag in Lydius

Zum ersten Mal in seinem Leben sollte Rufius ein Schiff betreten. Staunend stand der Sklave am Hafen von Turia und blickte hinaus auf die blaue Thassa und die vielen Schiffe und Galeeren im Hafenbecken. Ein paar der Kajirae der Tatrix kicherten hinter ihm und stupsten ihn an “wohl noch nie auf einem Schiff gewesen, oder?”. Rufius schüttelte den Kopf ohne den Blick von der weiten See zu nehmen. Die beiden lachteen wieder und raunten ihm dann zu “du beeilst dich besser, die Tatrix mag es nicht wenn man trödelt und schon gar nicht wenn ein Sklave das tut”. Widerwillig riss er seinen Blick los und sieht seufzend auf die schweren Bündel neben sich. Die Tatrix stand umringt von ihrem Gefolge unweit und unterhielt sich mit dem Kapitän des Schiffes.

Rufius schulterte eines der Bündel und packte das zweite mit der freien Hand, bevor er den beiden Sklavinnen auf das Schiff folgte. Unsicher bleibt er für einen Moment auf der schmalen Planke stehen und sieht hinunter auf das Wasser. “Wie lange wird die Reise denn dauern?” fragt er leise in Richtung der beiden Kajirae. “Lange, vielleicht zu lange für dich wenn du seekrank wirst” erwiderte die Blonde und lachte albern. Rufius folgt den beiden in den Bauch des Schiffes. Einer der Matrosen erwartete sie dort bereits zeigt ihnen wo sie das Gepäck der Tatrix abstellen sollten. “Ist das alles oder ist noch was draussen” brummte der Seemann und liess seine Blicke lüstern über die Körper der beiden Mädchen wandern. Die dunkelhaarige Sklavin schenkte dem Matrosen ein verführerisches Lächeln bevor sie antwortete “das ist alles Herr”. Der bärtige Seemann nickte “ihr wartet hier, ich habe Anweisung mich um den hier zu kümmern” deutet er mit einer Kopfbewegung in Rufius’ Richtung an.

Ein paar Ehn später fand sich Rufius in einem schmalen und stickigen Verschlag im Bauch des Schiffes wieder. “Die Mädchen werden dir ab und an was zu Essen und zu Trinken bringen” grinste er höhnisch “wie es scheint will man dich nicht an Deck und auch nicht in der Nähe der Sklavinnen sehen”. Der Seemann lachte dröhnend und steigt über eine Leiter nach oben in den Frachtraum. Rufius sah sich in dem dunklen Loch um, in dem er anscheinend den Rest der Reise verbringen sollte. Auf dem Boden lag ein dünnes Fell und in der Ecke stand ein Eimer mit Deckel. Seufzend streckte er sich aus so gut es ging und schloss die Augen.

Gestern noch war seine kleine Welt in Ordnung gewesen, bis man ihn aus seiner Zelle brachte und auf dem Markt in Turia zum Verkauf ausstellte. Eine Tatrix hatte ihn gekauft, genauergenommen die Tatrix von Hochburg. Rufius hatte weder eine Idee was eine Tatrix ist noch wusste er wo Hochburg liegt. Nach dem Kauf wurde er abgeholt und man warf ihm einen neuen Kilt zu den er sich eilig anzog. Mehrere Ahn hatte er nackt und angebunden auf dem Marktplatz gestanden, nun war er froh zumindest einen Teil seines Körpers wieder bedecken zu können, um sich vor den neugierigen und verächtlichen Blicken zu schützen. Anschließend wurde er zu einem Schmied gebracht. Dort nahm man ihm den Stadtkragen von Turia ab, den er seitdem er denken konnte getragen hatte und ersetzte ihn mit einem aufwendigeren Kragen, den die Tatrix anscheinend ausgesucht hatte. Die Tatrix musste nicht nur mächtig sein sondern auch eine Menge Münzen besitzen dachte sich Rufius als der Schmied ihm den Reif um den Hals legte und verschloss. Erst dann wurde er zur Herberge gebracht, in der die Tatrix residierte, und in einen Käfig neben den Ställen gesperrt. Er bekam zu Essen und zu Trinken, Wasser um sich zu waschen, aber die Tatrix bekam er nicht mehr zu Gesicht.

Am nächsten Morgen wurde er unsanft von einem der Söldner der Tatrix geweckt. Sie beluden ihn wie einen gewöhlichen Arbeitssklaven und liessen ihn hinter der Sänfte der Tatrix und den vielen Wagen zum Hafen laufen, von wo aus die Reise nach Hochburg mit einem Schiff fortgesetzt werden sollte.

Eine Hand war seitdem vergangen und immer noch sass Rufius in seinem kleinen Verschlag im Bauch des Schiffes. Abwechslung in sein tristes Einerlei brachten nur die beiden Sklavinnen, die ihm zweimal am Tag seinen Sklavenbrei brachten, einen Krug mit Wasser und die ihn mitleidvoll durch die hölzernen Gitterstäbe anstarrten. Manchmal brachten sie ihm ein nasses Reptuch, so dass er sich wenigstens notdürftig säubern konnte. Sprechen durften sie anscheinend nicht mit ihm, denn keine von beiden richtete auch nur einmal ein Wort an ihn.

Ein Ruck durchlief das Schiff und Rufius hörte laute Stimmen an Deck. Kurze Zeit später kam einer der Söldner nach unten und öffnete das Schloss an der Tür des Verschlags. Der Söldner bedeutete ihm herauszukommen und deutet auf die Leiter “geh in den Frachtraum und wasch dich”. Mit wackligen Beinen erhob sich Rufius und kletterte vorsichtig über die Leiter nach oben. Dort stand ein kleiner Bottich mit frischem Wasser bereit und daneben lag ein sauberer Kilt. Rufius atmete tief durch und tauchte ein sauberes Reptuch in das kalte Wasser. Er reinigte sich ausgiebig bevor er sich den frischen Kilt anzog und über eine weitere Leiter nach oben klettert. Das Deck ist fast verlassen, nur ein paar Matrosen arbeiteten an Deck und zwei Söldner standen beim Kapitän.

Seine Augen schmerzten nach einer Hand Dunkelheit und nur langsam gewöhnte er sich an das helle Tageslicht. Erst dann sah er sich um und erblickte mächtige graue Mauern und dahinter eine prächtige Stadt. “Das also ist Hochburg” dachte er sich “gar nicht so übel” und räusperte sich, um sich bemerkbar zu machen. Einer der Söldner blickte genervt in seine Richtung und bedeuteet ihm mit einer Handbewegung zu warten. Nach einer ganzen Weile erst kamen die Söldner in seine Richtung und bedeuten Rufius ihnen zu folgen. Sie unterhielten sich leise und so erfuhr er, dass sie nicht in Hochburg waren, sondern in einer Stadt namens Lydius. Dort wollte sich die Tatrix mit ihrem Gefolge nach einer kurzen Rast und einigen offiziellen Gesprächen einer der Karawanen anschliessen, die regelmässig zwischen Lydius und Hochburg verkehren. Rufius lauscht den beiden Wachen aufmerksam zu und folgte ihnen staunend in die Stadt. Dort angekommen wird schubsen die beiden ihn unsanft in eine Zelle. Rufius sah sich erleichtert um, kein dunkler Verschlag wie im Schiff und ein sauberes, weiches Fell auf dem Boden. Er rollte sich darauf zusammen und schlief fast augenblicklich ein.

Eine leise Stimme weckte Rufius einige Ahn später. Rufius sprang auf, ein anderer Kajirus stand vor der Zelle und hielt ihm ein Tuch hin. “Deine Herrin möchte das du im Badehaus aushilfst” grinste der andere Kajirus der sich leise als Knopf vorstellt. Eine Wache öffnete die Zelle und Rufius streckte sich kurz, bevor er hinaus trat “Badehaus, mmh? Und was gibt es im Badehaus?”. Knopf grinste ihn an “die Herrinnen der Stadt Lydius feiern dort, weil doch morgen die Sängerin mit dem Händler vergefährtet wird und wir sollen sie ein wenig unterhalten”. Rufius nimmt das Tuch entgegen und drehte es zwischen den Fingern “und was ist das?”. Knopf lacht leise “eine Augenbinde für dich, folge mir die Herrinnen warten schon”. Vor dem Badehaus stoppen die beiden “setz die Augenbinde auf” sagte Knopf und nestelte schon an seinem Tuch herum.

Rufius tat es ihm gleich und verknotete das Tuch an seinem Hinterkopf. Blind und orientierungslos tappste Rufius dem anderen Kajirus hinterher, den Arm ausgestreckt um nirgends hängen zu bleiben. Im Badehaus angekommen spürte er den Dampf und die warme, feuchte Luft auf seiner Haut. Er hörte mehrere Stimmen, die freien Frauen von denen Knopf gerade noch sprach, und versuchte sich so gut es ging zu orientieren. Die Frauen kicherten und wie es scheint hatten sie dem Ka La Na schon kräftig zugesprochen.

“Wer ist der denn” hörte Rufius eine der Frauen fragen.

“Das ist der Kajirus der Tatrix von Hochburg” erwiderte eine zweite Stimme “sie hat ihn wohl gerade erst gekauft und hat ihn uns für den heutigen Abend geliehen, im Austausch für eine Lieferung Kriegerknöpfe der Bäckerin”.

Die Frauen kicherte wieder und Rufius versuchte anhand der Stimme herauszuhören, wieviele Frauen sich im Badehaus befanden, Doch ihm blieb keine Zeit dafür. Der andere Kajirus drückte ihm eine Karaffe mit Ka La Na in die Hand und raunte ihm zu “stell dich hinunter an den Beckenrand und sieh zu das ihre Becher nicht leer werden, einfach gerade aus gehen und pass auf die Stufen auf”. Vorsichtig tappste Rufius nach unten, einen Fuss vor den anderen setzend, bis er warmes Wasser an seinen Füssen spürt, dann ging er in die Hocke und hielt die Karaffe vorsichtig vor seine Brust. Die Frauen lachteen ausgelassen und liessen sich immer wieder die Becher füllen. Nach einer Weile verlangte eine der Frauen die beiden Sklaven mögen sich ausziehen und tanzen. Rufius stellte die Karaffe neben sich und legte vorsichtig den Kilt ab “ich kann nicht tanzen” murmelte er leise und stand ein wenig verloren da.

“Na gut dann soll der nur andere eben tanzen” verlangte eine der Frauen.

“was ist das für ein Kajirus wenn er nicht tanzen kann” wollte eine andere wissen.

Rufius hörte wieder ein Kichern “ich hörte vorhin er sei ein Zuchtsklave, der kann nichts anderes ausser ihr wisst schon”

Wieder Gelächter und leises Plätschern. “Komm ins Wasser” befahl ihm eine der Frauen und Rufius folgte der Aufforderung umgehend. Ein paar der Frauen sammelten sich um ihn, berührten vorsichtig seine Muskeln und liessen sich von ihm anschliessend den Rücken waschen. Die Stimmung wurde immer ausgelassener und einige der Frauen wirkten schon leicht betrunken.

Nach und nach verliessen die Frauen das Wasser und begaben sich nach oben zu den Ruheplätzen, einige schienen sogar schon eingenickt zu sein, denn die Stimmen wurden immer weniger. Erst als eine der Frauen Rufius aufforderte, verliess auch er das Wasser und tastete sich vorsichtig nach oben in Richtung der Stimme. Dort liess man ihn sich hinknien und er lauschte den Ausführungen einer der Frauen, die den anderen offenbar die anatomischen Unterschiede und Besonderheiten von Männern erklärte. Rufius seufzte leise und ist froh das niemand sehen kann, dass er unter der Augenbinde die Augen verdrehte. “Freie Frauen” dachte er sich und hört weiter zu “die haben ja wirklich keine Ahnung”.

Ein paar der Frauen verabschiedeten sich mit schwerer Zunge und Rufius konnte das Geraschel der Roben und ausgelassenes Gekicher hören. Plötzlich spürte er wie sich eine der Frauen vor ihm niederliess, ihr Knie stiess an seines und er spürte ihre Hand auf seiner Brust. Leise seufzend streichelte sie über seine glatte Brust und seinen Bauch, liess ihre Hände danach über seine Arme wandern, die auf seinen Oberschenkeln ruhten. Rufius verharrte starr in der Position, da ihm nichts anderes befohlen wurde und liess die Frau gewähren. Ihre Hände waren weich, ohne Schwielen. Eine Freie also, aus einer der höheren Kasten wie es scheint, vermutet Rufius.

Vorsichtig wanderte eine Hand nach innen und umfasste seine Männlichkeit. Rufius straffte sich und spürte seine wachsende Erregung und seine Männlichkeit unter ihrer Hand anschwellen. Er konnte leises Flüstern im Hintergrund hören und ahnte, dass noch andere Freie im Raum waren. Ihre Hand streichelte nun ungeniert über seine Männlichkeit, die

Ihm war bewusst, das die Freie ein gefährliches Spiel spielte aber für ihn war es nicht minder gefährlich. Niemand würde einem Sklaven Glauben schenken, sollte sie jemand im Badehaus überraschen und die Freie behaupten, der Sklave sei über sie hergefallen. Er hatte Mühe seine Erregung zu beherrschen und sich nicht einfach auf sie zu stürzen. Es war schon eine ganze Weile her, seitdem er in Turia das letzte Mal eine Sklavin besteigen durfte und die weichen, warmen Hände der Frau auf seiner Haut und auf seiner mittlerweile steil aufgerichteten Männlichkeit brachten ihn fast um den Verstand. Noch nie hatte er eine Freie gehabt und der Gedanke daran liess ihn erschaudern.

Das Kichern im Hintergrund wurde langsam leiser und Rufius konnte hören, dass es die anderen Frauen nun offenbar eilig hatten das Badehaus zu verlassen. Wenige Augenblicke später waren sie allein im Badehaus. Die Frau schien darauf nur gewartet zu haben und plötzlich spürte er seinen Mund auf seiner Haut. Weiche Lippen schlossen sich um eine seiner Brustwarzen und hingebungsvoll begann sie daran zu saugen. Leise stöhnte Rufius auf und flüsterte mit erstickter Stimme “ist es mir erlaubt meine Hände zu benutzen Herrin”. Noch immer seine Brust mit Mund und Zunge stimulierend und unfähig zu sprechen nahm sie zur Bestätigung seine rechte Hand und hob sie von seinem Oberschenkel. Rufius zögerte nicht lange und begann mit beiden Händen ihren Körper zu erforschen. Strich über ihren Rücken um sie dann an den Schultern angekommen sanft von sich zu schieben.

“Nun bin ich aber an der Reihe” grinste Rufius und legte beide auf ihren Körper.

Schweigend knieten der Sklave und die Freie auf dem Boden und erregten sich gegenseitig mit ihren Händen, erforschten den Körper des anderen. Die Haut der beiden glänzte vom Dampf des Badehauses und war mit einem feinen feuchten Film überzogen. Die Stille des Badehauses wurde nur unterbrochen vom sanften Plätschern des Wassers, vom leisen Stöhnen der Freien und von den gelegentlichen kehligen Lauten des Sklaven.

Seine Hand fuhr zwischen ihre Schenkel und er konnte spüren wie sie diese instinktiv öffnete. Sie war bereit für ihn und ungeduldig drängte Rufius sie auf ihren Rücken. Immer noch blind tastete er sich langsam über sie, konnte fühlen wie sie mit weit geöffneten Beinen vor ihm lag und senkte sein Becken um sie zu nehmen. Mit einer ungekannten Wildheit drang er in sie ein, er konnte spüren wie sie unter ihm erbebte und verweilte für einen Moment um sich zu sammeln und auch ihr Zeit zu geben, sich an seinen Schwanz in ihr zu gewöhnen. Langsam fing er an sich in ihr zu bewegen, ihre Hände lagen auf seinem Hintern und mit sanften Druck dirigierte sie Tempo und die Intensität seiner Stösse. Rufius liess sie eine Weile gewähren, bevor er begann ihr sein eigenes Tempo aufzuzwängen. Unter ihm lag eine ekstatisch zuckende und laut stöhnende freie Frau, und Rufius beschloss, dass sie sich noch eine Weile an den Sklaven, von dem sie sich im Badehaus besteigen liess, erinnern würde.

Langsam aber stetig steigerte der Sklave sein Tempo und stiess mit immer härteren Stössen in sie hinein, trieb sie unaufhaltsam dem Höhepunkt entgegen. Schweissbäche liefen über seinen Oberkörper und vermischten sich dort mit dem feinen Wasserfilm auf seiner Haut. Obwohl er sie nicht sehen konnte, spürte Rufius wie sie sich immer wilder unter ihm wand, ihm ihren Körper entgegendrückte um ihn tief in sich aufzunehmen. Ihre Hände krallten sich in seinen Rücken und ihre Nägel zeichneten ein Muster mit feinen Linien der Lust in seinen Rücken.

Rufius spürte das es nicht mehr lange dauern würde und hielt kurz inne um wieder zu Atem zu kommen und wenn möglich den Moment noch etwas hinauszuzögern. Sein schweißbedecktes Gesicht spiegelte den Kampf wieder, der in ihm tobte und schwer atmend überlegte er, ob er es wagen sollte die Augenbinde abzunehmen. Er wollte die Freie sehen die unter ihm vor Lust wimmerte und um mehr bettelte. Sie nahm ihm die Entscheidung ab, indem sie seinen Kopf zu sich hinabzog und leise flüsterte “hör nicht auf Sklave, mach weiter”.

Er konnte ihren Atem spüren und senkte seinen Kopf ein Stück weiter. Seine Lippen treffen auf ihren geöffneten Mund und ihre Zungen vereinigen sich in einem wilden Tanz. Im gleichen Moment drängte er sich wieder fordernd in sie hinein und füllte sie aus bevor er damit fortfuhr, sie mit harten, kurzen Stössen zu nehmen.  Es dauerte nicht lange und Rufius bemerkte wie sie von einer Welle der Lust hinfortgetragen wurde. Er löste sich von ihrem Mund und hörte ihren stossweisen Atem. Gleichzeitig drängte sich ihr Körper ihm weiter entgegen. Sie erbebte unter jedem seiner Stösse aufs Neue und auch Rufius konnte sich nicht mehr länger zurückhalten. Zu intensiv waren die Zuckungen ihrer Muskeln um seine Männlichkeit, zu süß die Geräusche, die er nur noch verschwommen um sich wahr nahm. Mit letzter Kraft bäumte er sich auf, stiess ein letztes Mal kraftvoll in sie hinein um sich dann pulsierend in ihr zu entladen. Ein langezogener, tiefer Seufzer entwich seiner Kehle und erschöpft rollte er sich von ihr herunter. So lagen sie eine Weile da, atemlos und keuchend vor erfüllter Lust.

Er wollte die Freie nicht in eine kompromittierende und für sie gefährliche Situation bringen, also erlaubte sich Rufius nur einen Moment der Ruhe bevor er aufstand und ihr den Rücken zuwandte.

“Wenn du erlaubst Herrin, dann würde ich gerne meine Augenbinde abnehmen und mich anziehen”.

“tu das Sklave” flüsterte sie leise und immer noch hörbar ausser Atem in seine Richtung.

Rufius löste den Knoten an seinem Hinterkopf und nahm die Augenbinde ab. Suchend sah er sich nach dem Kilt um, der nicht von ihm entfernt auf einem Sims lag. Hinter sich hörte er auch die Frau aufstehen und wieder zurück ins Wasser gleiten. Nachdem er sich wieder angezogen hatte, senkte er seinen Blick bevor er sich in Richtung des Wassers wandte “sichere Wege wünsche ich dir Herrin” murmelt er mit einem leichten Grinsen auf den Lippen.

“Sichere Wege auch dir Sklave” wünschte ihm die Freie, nun wieder sichtlich abgekühlt und gefasst.

Schnell verliess Rufius das Badehaus und machte sich auf die Suche nach dem Gefolge der Tatrix, um sich von den Söldnern wieder in die Zelle sperren zu lassen.

Während er durch die ihm fremde Stadt irrte, umspielte ein zufriedenes Lächeln seine Lippen.

(Ein Artikel von rufiuscorvus)

Extraausgabe : Live von der Gefährtenschaft Grae und Sam

•8. Mai 2012 • 7 Kommentare

Die Feier ist noch im Gange, aber schon sind erste Bilder zu sehen:

 

Das Paar

 

Aufmerksame Gäste

Sklaven müssen natürlich draußen warten.

 

(Ein Extra-Artikel von Gar)

Rencebier Brot

•1. Mai 2012 • 1 Kommentar

Wie jeden Tag steht die Bäckerin Jessa sehr früh in der Backstube und gibt Knopf genaueste Anweisungen. Bald müssen sie haltbareres Backwerk auf Vorrat backen, da sie eine Reise in die Oase antreten werden. Knopf war sehr interessiert und fragte natürlich seine Herrin nach dem Grund für die Reise. Jessa erklärte ihm, dass es in der Oase neue Erkenntnisse des Bäckerhandwerks zu studieren gäbe, dass sie wissbegierig sei neue Rezepte zu studieren und dass sie auch den Braumeister besuchen würden.
Knopf meinte, wie immer unvoreingenommen, dass er ihr so gut er kann bei den Vorbereitungen helfen wird und sich ebenfalls auf die Reise freut.
Der Alltag in der Backstube läuft weitgehend ohne Probleme, jedoch spricht die Bäckerin wohl manchmal zu offen mit ihrem Sklaven. Was bleibt ihr auch anderes übrig, zu den Backzeiten ist ja sonst kaum ein Gesprächspartner wach, liegen sie alle noch in ihren Fellen und die Stadt ist ruhig. Nur ab und an kommt einer der Wachmänner vorbei,  wenn Schichtwechsel ist, und fragt nach einem Boskspeckbrötchen oder einer anderen Leckerei.
Jessa erzählt Knopf, dass sie Faramir sehr nett fand, dass sie aber bedenken habe ob er denn ehrbare Absichten hat was ihre Person angeht. Dass sie jedoch auch gemerkt habe, dass er sie näher kennenlernen will und dass es eben keine andere Möglichkeit gäbe Näheres herauszufinden als ihn in der Oase unter dem Deckmäntelchen der Backexkursion zu besuchen. Knopf, unbedarft wie immer, beruhigte die Bäckerin und sagte, dass er einfach die ganze Zeit bei seiner Herrin bleiben würde, dann müsse sich der Braumeister ja zusammenreißen und würde gewiss nichts Unschickliches wagen. Jessa lächelte wieder aufgemuntert und freute sich über Knopfs Kommentar, wäre dies ja sicher keine schlechte Idee um herauszufinden wie sehr der Braumeister denn interessiert sei und wie ehrlich seine Absichten gemeint seien.

Jessa erblickt Lady Amira, die Schreiberin von Lydius, vor ihrer Backstube und ergriff die Gunst der Stunde um sie zu fragen, ob die Stadt für solche Vorhaben wie sie sie hatte, wegen der Weiterbildung in Sachen Backkunst und der Reise, vor allem aber der Kosten, die dadurch entstehen würden, Mittel zur Verfügung stellt, welche sie beantragen könnte um die Reise durchzuführen ohne Schulden machen zu müssen.
Die Schreiberin war sehr aufgechlossen und gab Jessa sogar Ratschläge, wie man das Vorhaben dem Administrator schmackhafter machen könnte. Sie empfohl ihr das ganze auf den Ruf der Stadt zu beziehen, da sie ja nun auch außerhalb von Lydius einen guten Ruf wegen ihres Backwerks hätte und Lydius somit überregional und sogar landesweit nur noch berühmter werden würde.
Jessa waren die Erklärungen der Schreiberin einleuchtend, jedoch auch sehr kompliziert. Wärend des Gesprächs erzählte die Schreiberin ihr, dass sie selbst auch von einem Schreiber der Oase eingeladen wurde und dass der Administrator ihr ja eine Leibwache stellen müsse für die Reise und dass man dies auch als Argument einbringen könnte, dass nämlich die Frauen die Reise gemeinsam antreten könnten. Das war Jessa sehr recht, ist das Vorhaben doch auch mit Aufregungen verbunden und in ihrem Alltag so nicht normal. Die Schreiberin ließ auch durchblicken, dass sie die Reise unter anderem begrüße um den hohen Emir der Oase kennenzulernen, habe sie doch gehört er habe noch keine Gefährtin und ihrer Mutter sei es sicher recht, wenn sie den Hafen der Gefährtenschaft mit einem Oberhaupt wie er es sei einginge.

Am selben Abend hatte der Administrator, zwischen Tavernenspielen und oberhauptswichtigen Sitzungen, Zeit die Frauen anzuhören. Jessa hielt sich völlig im Hintergrund und ließ die Schreiberin sprechen, welcher sie zwei Hand lang leckerstes Backwerk versprach, wenn sie es schaffen würde, dass auch die Reise der Bäckerin komplett von der Stadtkasse gedeckt würde.
Sie blickte aufgeregt zwischen dem Administrator Gar und der Schreiberin Amira hin und her. Die meiste Zeit verstand sie garnicht so recht worum es ging, da die Schreiberin dem Oberhaupt auch noch eine Displaysklavin für zwei Goldtarns verkaufte, welche gut fünf wert gewesen wäre, laut ihrer Aussage. Jessa dachte sich “Hmmm, dann ist das Geld für die Reise sicher allemal drin, wenn der Administrator für solch unvorstellbar viel Münze, fast verschenderisch, Sklaven einkaufen kann”. Jessa besaß noch nie eine einzige Goldmünze.
Nach längerem hochtrabenden Hin und Her, in dem es um diplomatische Beziehungen und mögliche Handelsabkommen ging, verabschiedete sich der Administrator, und die Schreiberin sagte nur, dann sei das ja erledigt und man könne nun anfangen die Reise zu planen. Jessa betrachtete die Schreiberin, welche ihren ungläubigen Blick schon bemerkt haben musste und ihr dann erklärte, dass sie alles der Stadt in Rechnung stellen würde und dass alles geklärt sei.
jessa starrte sie an. Ihr fragendes Gesicht verwandelte sich in ein Strahlen über beide Wangen und sie fragte dann leise, ob sie die Münzen, die sie gespart hatte, für die Überfahrt dann als Taschengeld behalten dürfe und die Schreiberin legte noch eins oben drauf: “Jessa, wenn du in der Oase neue Zutaten und Werkzeuge für die Backstube findest, bestellen wir diese auch im Zuge der Reisekostenpauchale, die wir von der Stadt bewilligt bekamen. Es kommt Lydius ja nur zugute, wenn du bestens vorbereitet bist.”

Die Bäckerin ist glücklich über den positiven Ausgang und geht sogleich in die Backstube um Knopf zu informieren, dass es bald losgehen wird, dass die Reise genehmigt wurde und die Kosten auch gedeckt seien. Knopf bemerkte ihre große Freude und freute sich für seine Herrin mit. Als Jessa Faramir das erste Mal begegnete, wollte er Hefe bei ihr kaufen, im Gegenzug handelte sie unsagbar gekonnt ein Fass Met und ein Fass Rencebier aus, nicht darüber im Klaren, welch hohen Wert diese Waren in der Oase haben. Ein Fass Met soll wohl um die fünf Silber kosten und Rencebier sei noch teurer dort. Da hat der Sir Faramir wohl schon von der ersten Begegnung an Gefallen an der Bäckerin gefunden…

Zu später Stunde legt am Hafen ein Handelsschiff an. Ein bärtiger Mann springt auf den Steg. “ladet die fässer ab und bringt sie mit ” …Er beobachtet wie die Sklaven die Fässer auf ihren Rücken packen und stöhnend zu ihm kommen … er schreitet los in Richtung der Stadt .. an der Wache legt er seine Waffen ab … geht in die Stadt und sucht die Bäckerin.
Aber nur Knopf, der Sklave der Bäckerin, ist anzutreffen, da diese gerade einen Spaziergang zum Stadtgarten macht um in Erinnerungen an den Braumeister zu schwelgen. Knopf weiß nichts von einer Lieferung und schaut den bärtigen Mann fragend an.
“ich habe hier 2 Fässer aus der tahari für die Bäckerin” sagt der Bärtige zu dem Sklaven  “wo ist deine herrin?”
“meine Herrin ist sicher dabei ihre Backwaren unter die Leute zu bringen, Herr, sie dürfte aber bald wieder zurück sein, soll ich ihr etwas ausrichten?”
Der Bärtige winkt den Sklaven “stellt die fässer hier ab … das is Met und Rencebier aus der Oase der 4 Palmen .. ein Braumeister namens Faramir oder so gab mir die Fässer für deine Herrin mit .. kannst du schreiben?”
“nein Herr, ich kann nicht schreiben, aber ich kann alles so wie befohlen umsetzen und mir auch merken was meine Herrin wissen sollte, Herr” Knopf schaut zu den Fässern und nickt verstehend.
Der Bärtige zerrt ein Pergament aus seiner Tasche “mach da 2 kreuze drauf, Sklave, das die fässer angekommen sind”
“sicher Herr” knopf erhebt sich sucht sich ein Stück Kohle aus dem Backofen der Bäckerei und malt auf dem Pergament herum. Er das noch nie gedurft und tut so als sei er ein freier Schreiber, er fühlt sich gross und wichtig, kniet dann aber rasch wieder um die Fässer zu versorgen
Der Bärtige faltet das Pergament zurecht und steckt es weg, scheucht dann die Sklaven vor sich her zum Schiff zurück.Knopf hält Ausschau nach seiner Herrin, kann sie aber nirgends sehen, nicht in den Straßen aufwärts zum Palast und auch nicht zum Torbogen hin, er verrichtet dann weiter seine Arbeiten während Jessa sich in das Kissen auf der Schaukel im Stadtgarten kuschelt wo ER mit ihr saß…

Als Jessa von ihrem Spaziergang aus dem Stadtgarten zurück kommt, sieht sie die prächtigen Fässer vom Braumeister im durchgang der Backstube schon vom Tordurchgang aus und ihr Schritt wird schneller… War er es selbst, der die Fässer geliefert hatte? Ihr Blick schweift um die Backstube herum, durch die Strassen. Ob er noch in der Stadt ist? Ihr Herz schlägt schneller. So aufgeregt sah man die Bäckerin zuletzt, als ihre Backstube einem Attentat zum Opfer fiel. Als Knopf ums Eck bog und seiner Herrin vom Bärtigen erzählten der die Fässer hier auslieferte, senkten sich ihre Schultern und sie entspannte wieder etwas. Ihr Blick war dennoch sehnsüchtig und nach wie vor, mehr denn je, voller Vorfreude der Reise in die Oase entgegenfiebernd. Sie gab dann doch schnell wieder sehr sachlich Knopf die Anweisung er solle zwei Böcke bauen, diese auf die linke Seite in ihren Gemächern an die Wand stellen, da in der Backstube dafür kein Platz sei und wenn er die Böcke gestellt hätte, solle er die Fässer so, dass man sie nur noch anstechen müsste darauf bocken. So seien sie auch sicher gelagert im Inneren des Hauses, wo es an heißeren Tagen doch kühler ist.

Sie bat Knopf nun , welcher seinen Namen übrigens von der Gebäckspezialität der Kriegerknöpfe bekommen hat, um gleich den Wiedererkennungswert zu steigern und die Zugehörigkeit zur Backstube wiederzuspiegeln, etwas vom Rencebier in einen Krug abzufüllen, jedoch sehr behutsam und nicht verschenderisch. Jessa setzte sogleich den Teig an. Von der Basis her wie der Teig für ihr berühmtes Metbrot, welcher gute drei Finger ruhen muss und bei dem die Qualität steht und fällt mit der Genauigkeit der Zutaten.
Faramir brachte sie auf die Idee, das Brot auch einmal mit Rencebier zu backen. Sie will ihm solch ein Brot als Geschenk mit in die Oase bringen. Es wird herber schmecken als das Metbrot, aber auch vollmundiger und sicher mit etwas Butter noch leckerer…

(Ein Artikel von Jessa)

Die Hoffnung stirbt zuletzt

•29. April 2012 • 2 Kommentare

Nachdem meine Herrin aus Ar zurück war, durfte ich wieder in der Taverne arbeiten. Ob ich darüber froh war, wusste ich selbst noch nicht so genau, aber mittlerweile mache ich mir nicht mehr so viele Gedanken darüber, was ich möchte, da es mehr und mehr bedeutungslos ist.

Sallys harte Strafe verfehlte auch ihre Wirkung auf Cronus und mich nicht, denn so eine Auspeitschung mit anschließender Verwahrung im Pranger, die möchte ganz sicher niemand von uns erleiden. In diesen Tagen sind wir besonders lieb, obwohl wir auch vorher kaum etwas angestellt haben.

Aber ich schweife ab. Zurück zu Taverne. Meinen offiziellen Dienst hatte ich noch gar nicht angetreten, da schleppten mich schon zwei neue Krieger mit dorthin, weil sie durstig waren. Mich und eine neue Kajira, die an dem Abend noch Fleisch genannt und der Stadt übereignet wurde. Ich hatte schon so ein mulmiges Gefühl und ganz andere Pläne für den Abend, musste ich doch Sally Wasser und Brot zum Pranger bringen und außerdem trug ich meine hübsche, blaue Schreiberkajira-Tunika. Die mit den feinen Goldborten. Aber was soll man tun? Gehorchen natürlich.

Es fing alles noch recht angenehm an, obwohl der Administrator dazu kam, den ich wirklich sehr gemein finde. Ups. Sowas darf ich nicht mal mehr denken, hat meine Herrin gesagt. Also gut, ich habe keine Meinung zum Administrator, denn es steht mir nicht zu, Freie zu beurteilen, weil ich nur eine ganz billige Kajira bin, deren Kaufpreis so niedrig ist, dass sie jetzt noch vor Scham rot anläuft.

Wir servierten Paga und Kalana, den guten cosischen für den Administrator, und Fleisch sollte tanzen. Zwischendurch versorgte ich noch die Frauen im Nebenraum mit Getränken und schaffte sogar einen Abstecher zu Sally. Hier traf ich auch auf Knopf, der die tolle Idee mit dem Strohhalm zum trinken hatte, sie konnte ja den Kopf nicht richtig hochnehmen, weil der in diesem Holzding steckte. Knopf ist schlau. Da kann sich manch ein Freier was von abgucken. (streicht den letzten Satz wieder!)

Als ich zurück in die Taverne kam, war die Stimmung schon ziemlich aufgeheizt, denn die Männer hatten wirklich ordentlich was weggebechert. Plötzlich kam das Thema “Kurt” auf und ich befolgte Suras Rat und verhielt mich so unauffällig wie irgend möglich. Fleisch wurde dann ausgepeitscht – nicht, weil sie was falsch gemacht hatte, sondern einfach so, um ihr ihren Platz zu zeigen – und ich versteckte mich unter dem Tisch und hielt mir die Ohren zu und mir wurde ganz furchtbar schlecht.

Leider erblickte mich der Administrator unter dem Tisch und winkte mich herbei. Noch war ein Funken Hoffnung in mir, dass nur sein Kelch leer war, aber der Funke erlosch gleich im nächsten Moment, als er denn wissen wollte, wo mein Platz war. Meine Antwort war wohl nicht sehr zufriedenstellend – ich hatte irgendwas von “hier unten” gestammelt und die aufgeheizte Stimmung und das Gröhlen der Krieger wurde immer lauter. Dennoch drang der Befehl “Ausziehen, vorbeugen” in schrecklicher Deutlichkeit an mein Ohr. Falls ihr mal in großer Angst den Knoten einer Tunika lösten musstet, könnt ihr euch ausmalen, wie es mir in dem Moment ging. Ich weiß gar nicht genau wie viele Schläge ich bekommen habe, aber aus meiner Kehle wollte einfach kein Schrei kommen und deshalb blieb es wohl nicht bei dreien. Als ich das warme Blut spürte, das aus einem aufgeplatzten Striemen sickerte, wurde mir schwindlig und statt mich wieder aufzurichten, als die Strafe vorbei war, fiel ich einfach um und bekam einen Eimer Wasser über den Kopf, den Fleisch wohl netterweise herbeigeschleppen durfte.

Bei den Priesterkönigen… Immerhin durfte ich nach Hause, nachdem ich aus vollem Herzen erklärt hatte, dass meine Aufgabe die ist, meine Herrin glücklich zu machen und auch sonst allen Freien zu dienen. Mein Hintern fühlte sich als wäre ein Herde Verrs drübergelaufen, so heiß war der und gepocht hat er auch. Aber noch viel schlimmer war das Gefühl in meinem Herzen. Ich war brav gewesen, hatte alle Befehle befolgt, keine unnützen Fragen gestellt und mich unauffällig verhalten und war trotzdem geschlagen worden. Mein Leben kam mir auf einmal sehr finster vor. Vermutlich hat doch die Heilerin recht und nicht meine Herrin. Es gib einfach keine Gerechtigkeit. Jedenfalls nicht für Kajirae.

In dieser Nacht hatte ich wieder Heimweh nach Vater und meiner Schwester und nach dem Leben im Wald, obwohl ich dort kein so gemütliches Schlafkörbchen hatte.

(Ein Artikel von Fleur)

Aus Hochburg, Larls und andere Wiedrigkeiten

•26. April 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Sache mit den Larls oder Ein Ausflug in die Wildnis

Versonnen sitzt Ruan an einen Stein gelehnt und laesst seine Augen zufrieden ueber den Ruecken der nackten Sklavin wandern, die ein paar Fuss weiter auf einem weichen Larlfell vor dem Zelt liegt und schlaeft. Die Nacht ist ungewoehnlich dunkel und kalt, aber die tanzenden Flammen des knisternden Lagerfeuers spenden Waerme und Licht. Er hat sein Camp am Ufer des Bergsees in einer kleinen Bucht aufgeschlagen. Die Bucht ist an beiden Seiten von steilen Felswaenden begrenzt und nur ueber einen schmalen Weg voller Geroell und loser Steine zu erreichen. Sollte sich jemand oder etwas naehern, so wuerde das Knirschen der Steine die Anwesenheit eines Fremden oder eines wilden Tieres schnell preisgeben. Vor ihm liegt der See, dunkel glitzert die Wasseroberflaeche und das leise Rauschen des Wasserfalls vereint sich mit dem Knistern des Lagerfeuers und dem entfernten Bruellen eines Larls.

Er steht auf und streckt sich muede und erschoepft. Ein Jagdspeer steckt neben ihm im Boden, in der Naehe des Zeltes stehen zwei Buendel mit Ausruestung und Proviant — darauf liegt sein Schwertguertel. Ruan zieht das Schwert leise aus der Scheide und kramt ein kleinen kleinen Sack aus Reptuch heraus. Am Fussende des Fells hat seine Sklavin ein wenig Holz aufgeschichtet. Er nimmt sich ein paar der duerren Aeste und wirft sie in das erloeschende Feuer. Funken fliegen in den klaren Nachthimmel und die Flammen lodern hell auf. Im Schein des Feuers setzt er sich wieder auf den vom Feuer erwaermten Stein, holt einen Wetzstein aus dem Repsaeckchen und beginnt sein Schwert zu schaerfen. Das schabende Geraeusch des Steins auf der Klinge schreckt seine Sklavin auf. Unruhig bewegt sie sich im Schlaf und dreht sich in Richtung des Feuers. Grinsend betrachtet er nun die Vorderseite ihres nackten Koerpers, sieht wie sich ihre vollen Brueste gleichmaessig im Rhythmus ihres Atems heben und senken, eine Hand hat sie unter ihren Kopf gelegt, die andere Hand liegt entspannt vor ihrem flachen Bauch. Ihre kastanienbrauenen Haare schimmern roetlich im Schein des Feuers. Sein Blick verharrt auf ihrem Oberschenkel. Dort prangt rotleuchtend das “Kef”, welches ihr von ihrem letzten Herrn in die samtweiche Haut gebrannt wurde. Leise seufzend wendet er sich wieder der Klinge seines Schwertes zu. Seine Gedanken wandern zu den Ereignissen der letzten Hand. Kurz nachdem er die Kajira der Tatrix abgekauft hatte, kam ein Krieger aus Kasra in die Stadt und forderte das Maedchen von Ruan. Nur widerwillig liess Ruan den Krieger Lucius mit seinem Eigentum ziehen, allerdings hatte er die Kleine erst wenige Ahn zuvor gekauft. Wuetend erinnert er sich daran und an all die Ereignisse die dem folgten und laesst den Wetzstein ueber die Klinge sausen.

“Natuerlich haette ich auf die Herausforderung des Kriegers eingehen sollen, aber warum haette ich Blut vergiessen oder mein Leben aufs Spiel setzen sollen, fuer ein Maedchen, deren Wert ich noch nicht einmal kannte? Ich haenge am Leben mehr als am Kodex” rechtfertigt er sich vor sich selbst und verzieht das Gesicht “und einen guten Kampf habe ich noch nie gescheut”. Seine Miene entspannt sich erst wieder, als sein Blick auf seine Kajira faellt, die mit einem leisen Seufzen erwacht.

Vor zwei Fingern erst stand der Krieger ploetzlich wieder in der Stadt, anscheinend hatte er seinen Spass mit dem Maedchen gehabt und brachte sie reumuetig zu Ruan zurueck. Viel Zeit blieb dem Hauptmann allerdings nicht, sich mit der zurueckgekehrten zu beschaeftigen.

Ein Finger frueher in Hochburg ..

In Hochburg brodelte es zu dieser Zeit. Eine diplomatische Krise mit Kasra, hervorgerufen durch den Diebstahl der Kajira  und die Moeglichkeit eines Handelskrieges mit der Stadt am Fayheen beunruhigten die Bewohner der Stadt. Ueberfaelle auf die Karawanen, dazu noch die umherstreifenden Larls, deren Anzahl stetig zu wachsen schien. Und die kleine Anzahl der angeheuerten Soeldner schien heillos ueberfordert mit der Vielzahl an Problemen.

Dazu kam noch das angespannte Verhaeltnis der Tatrix zu ihrem Hauptmann. Niemand wusste was zwischen den beiden genau vorgefallen war, aber man hoerte sie oft im Ratszimmer streiten und diskutieren. Es wurde gemunkelt, dass der Hauptmann die Fuehrungsqualitaeten der Tatrix anzweifelte und sich selbst gerne auf ihrem Stuhl saehe und die Geruechtekueche brodelte.

So kam es also, dass der Hauptmann kurz nach der Rueckkehr seines Maedchens die Tatrix mit dem Krieger Lucius angeregt plaudern sah. Am Morgen nach Lucius’ Abreise liess die Tatrix umgehend den Hauptmann rufen.

“Es ist nun Zeit der Larlplage endgueltig Herr zu werden und dem ein Ende zu setzen” beginnt sie mit einem merkwuerdigen Blick in den Augen “der Krieger Lucius hat mir berichtet, dass er auf dem Weg in die Stadt ueberall grosse Fleischstuecke gesehen hat. Versteckt hinter Baeumen und Felsbrocken. Er meint, dass dies der Grund sei, warum fuer jeden Larl den ihr erlegt, zwei neue nachkommen.”

Sie blickt Ruan mit unverhohlenem Misstrauen an “nun, wie mir scheint, moechte jemand nicht, dass die Larls hier verschwinden.” sie stockt kurz und fixiert den Hauptmann “und ich habe mich gefragt, wer am meisten davon profitiert”.

Ruan schnappt nach Luft “was wollt ihr damit sagen Tatrix, das ich entlang der Wege Fleisch auslege damit die Larls angelockt werden und sobald sie wieder hungrig sind, die Reisenden anfallen?”. Er sieht sie entruestet an “bei allem Respekt Tatrix, aber ich habe mehrmals mein Leben riskiert um die Biester zu jagen und ihr wisst wieviele gute Maenner ich schon an die Larls verloren habe.

“Wie dem auch sei Ruan, ich beschuldige hier niemanden, aber ich fange langsam an an deiner Loyalitaet und an deiner Aufrichtigkeit zu zweifeln. Vielleicht bist du doch nicht deines Vaters Sohn und vielleicht sind dir die Muenzen in deinem Beutel wichtiger als die Treue zu deinem Heimstein”.

Der Hauptmann schnaubt wuetend und funkelt sie an “wie koennt ihr es wagen…” er sieht die Tatrix an und sammelt sich kurz “wie koennt ihr es wagen, mich so einer Tat zu beschuldigen, ohne Beweis und nur weil dieser Lucius behauptet er habe Fleischstuecke gesehen”. Er windet sich kurz und faehrt fort “gut, ich gebe zu, ich habe weniger meiner Leute ausgesendet um die Larls zu jagen und vielleicht war ich nachlaessig was das angeht. Aber..” er sieht die Tatrix eindringlich an “seitdem die Larls hier sind, haben die Ueberfalle der Gesetzlosen auf die Karawanen deutlich nachgelassen. Die Larls haben uns einige an Arbeit erspart und wir fanden immer wieder die abgenagten Kadaver der Raeuber, die die Larls im Schlaf erwischt haben.”

Die Tatrix hoert ihm aufmerksam zu “nun, in diesem Punkt hast du recht Ruan, aber nun stellt sich die Frage was das kleinere Uebel ist. Die Larls oder die Gesetzlosen in den Bergen?” Sie funkelt ihn an “ich moechte das Du in die Berge gehst. Du wirst herausfinden, was es mit den Koedern auf sich hat und du wirst mir den Schuldigen bringen. Solange bis dies geklaert ist, entbinde ich dich von deinem Posten. Dein Stellvertreter Dan wird mit sofortiger Wirkung das Kommando ueber die Soeldner unternehmen.”

Ruan hoert Schritte hinter sich und dreht sich schnell um, immer noch entsetzt von den Worten der Tatrix und ihrem Misstrauen ihm gegenueber. Er sieht Dan aus dem Halbdunkeln des Ratszimmers treten, die Hand am Schwertknauf und verlegen seinen Hauptmann angrinsen “tut mir leid Bruder” murmelt er nur und nickt dann der Tatrix entschlossen zu. “Ich hoffe sie zahlt dir deinen Verrat gut” zischt Ruan seinen Stellvertreter an.

“Wie ich sehe habt ihr an alles gedacht Tatrix, aber ihr beschuldigt mich zu unrecht”. Resignierend laesst er die Schultern haengen “wenn ihr wuenscht, dass ich alleine in die Berge gehe, dann soll es so sein. Und seid versichert, ich werde nicht ruhen bis den Schuldigen gefunden habe und meine Ehre wiederhergestellt ist!”.

Die Tatrix nickt ihm zu “wir werden sehen Ruan, wir werden sehen.. wenn du auch nur einen Funken Anstand im Leib hast, dann hoffe ich darauf das du dich nicht absetzt, sondern diesem Treiben ein Ende setzt. Und wenn nicht ..” sie sieht ihn eiskalt an “dann werden die Larls oder die Gesetzlosen dafuer sorgen, dass du die Berge nicht lebend verlaesst”. Er starrt sie an, seine Gesichtsausdruck spiegelt Fassunglosigkeit und Wut wieder “ihr tut mir unrecht Tatrix, noch nie gab ich euch Anlass an meiner Ehre zu zweifeln. Aber wie ihr wuenscht, ihr schickt mich in den sicheren Tod, aber ich bin bereit diesen Weg zu gehen, sofern das euer Wunsch ist.”

Sie nickt nur knapp “dies ist mein Wunsch, du wirst die Stadt innerhalb der naechsten Ahn verlassen, es ist dir gestattet Proviant, Ausruestung und Waffen mitzunehmen. Auch deine Sklavin will ich hier nicht sehen, sie hat schon zuviel Aerger bereitet und wird dein Schicksal teilen, wie auch immer dieses aussieht. Solltet ihr in der Naehe der Stadt aufgegriffen werden oder versuchen euch in die Stadt zu schleichen, dann wartet der Pfahl auf euch. Ich gebe dir eine Hand Zeit das Problem zu loesen, kehrst du bis dahin nicht mit Ergebnissen zurueck, dann ist deine Schuld bewiesen und du wirst fortan als Gesetzloser gelten”.

Der Hauptmann nickt der Tatrix zu, Entsetzen breitet sich auf seinem Gesicht aus “Nun, dann ist alles gesagt Tatrix. Sichere Wege wuensche ich Euch und erwartet mich in einer Hand zurueck”. Die Tatrix zwingt sich zu einem Laecheln “sichere Wege auch dir Ruan, und moegen die Priesterkoenige mit dir sein.” Sie gibt Dan ein Zeichen und wendet sich ab “das Gespraech ist beendet, schaff ihn aus der Stadt Dan”.

Der breitschultrige Krieger salutiert kurz und sieht dann Ruan an “lass uns gehen Bruder, dir bleibt nur eine Ahn um die Stadt zu verlassen, also beeilst du dich besser.” Ruan nickt und folgt Dan mit gesenktem Kopf zur Wachstube. “ich bitte dich nur um eines Dan, erzaehl den Maennern nicht was vorgefallen ist, das schuldest du mir” er sieht ihn eindringlich an “schwoere es”. Dan nickt nur “ich schwoere es Hauptmann, ich tue nur was ich tun muss und ich glaube nicht das die Tatrix mit ihren Anschuldigen recht hast. Aber irgendjemand muss der Sache nachgehen, und wer waere besser geeignet als du Hauptmann?”. Ruan verzieht das Gesicht “mir waere wohler du waerst an meiner Seite Dan, aber die Tatrix hat in ihrer Weisheit beschlossen mich aus der Stadt zu jagen.” Dan grinst “Ironie steht dir nicht gut mein Freund, also fang an zu packen. Ich lasse nach der Kajira schicken.” Ruan nickt und begibt sich in sein Quartier, er packt alles notwenige in zwei Buendel und tritt kurz vor Ablauf der Frist wieder nach draussen. Dan erwartet ihn dort bereits, neben sich kniet die Sklavin auf dem Pflaster und sieht ihn voller Angst an. “Mein Herr..” beginnt sie bevor ihr Dan mit einer harschen Geste bedeutet zu schweigen. Das Maedchen senkt den Kopf und Dan sieht Ruan an “ich habe ihr aufgetragen eines an Proviant zusammen zu packen” er deutet auf das kleine Buendel “es ist nicht viel, aber du kannst Verrs jagen, Verhungern und verdursten werdet ihr jedenfalls nicht”. Ruan starrt die beiden mit ausdrucksloser Miene an “es ist Zeit zu gehen, also lass uns einfach gehen und keine grosse Sache daraus machen. In einer Hand bin ich zurueck.” Die beiden Maenner setzen sich in Marsch, hinter sich das Mädchen die sich mit dem Gepaeck abmueht. Ausserhalb des Stadttors und ausserhalb der Reichweite der Wachen sieht Dan Ruan an “es tut mir leid Bruder, pass auf dich auf und sichere Wege. Ich werde auf die Stadt aufpassen und deine Rueckkehr erwarten”. Ruan nickt seinem Schwertbruder ein letztes Mal zu “ich vertraue darauf Dan, sichere Wege auch dir Bruder”. Dan sieht den beiden nach, wie sie langsam den Weg ins Gebirge einschlagen und die gewaltigen Berge des Voltaigebirges die beiden Verstossenen zu belanglosen kleinen Punkten am Horizont verwandeln.

Wieder in der Gegenwart

Die kajira oeffnet schlaftrunken ihre Augen und sucht erschrocken nach ihrem Herrn. Grinsend sitzt er auf einem Stein, barfuss und nur mit einer Wolltunika bekleidet und laesst den Wetzstein ueber die Klinge wandern. Erleichtert treffen ihre Augen die seinen und sie murmelt “mein Herr.. ich dachte schon du hast mich hier alleine gelassen”. Ruan schuettelt lachdend den Kopf “Du bist gerade erst wieder zu mir zurueckgekommen, warum sollte ich dich dann hier draussen in der Wildnis alleine lassen?”. Er sieht ihr leichtes Froesteln und wirft ihr seinen Umhang zu, der neben im auf den Boden lag “hier, damit kannst du dich zudecken. Wir wollen ja nicht das meine Kleine krank wird”. Geschickt faengt sie den schweren Wollumhang, setzt sich dann auf und wickelt sich darin ein “ja mein Herr”. “Wann werden wir in die Stadt zurueckkehren, mein Herr” fragt sie mit einem leichten Bedauern in der Stimme. “ich weiss es nicht” brummt er und quittiert ihren Unterton mit einem Stirnrunzeln “warum fragst du Sklavin”. Sie sieht ihn mit grossen Augen an “nun, mein Herr, du hast mir nicht gesagt, warum wir die Stadt verlassen mussten und was wir hier tun. Ich habe Angst mein Herr” gibt sie zu “und ich weiss nicht was dies alles bedeutet”. Er sieht sie an und schuettelt den Kopf “du musst nicht alles wissen Kleines, wir werden eine Weile hier draussen bleiben und die Augen offen halten. Du brauchst keine Angst haben, ich weiss mich zu verteidigen und ich kenne die Berge seit meiner Kindheit.” Ruan legt den Wetzstein zur Seite und prueft die Schaerfe der Klinge mit dem Daumen. Zufrieden holt er ein oelgetraenktes Reptuch aus dem Beutel und reibt sein Schwert damit ein, bevor er alles zurueck in den kleinen Beutel packt und aufsteht um sein Schwert in die Scheide zu stecken.

“Ja mein Herr” sie sieht ihm mit einem schelmischen Laecheln zu “zumindest hat mein Herr so ein wenig Zeit fuer mich. Und ausserdem kann ich mich auch nuetzlich machen und fuer dich kochen”. Er setzt sich auf den Boden, den Ruecken an den Stein gelehnt und lacht leise “du hast den Proviantbeutel gesehen, viel gibt es da nicht zu kochen. Aber keine Sorge, wir werden schon durchkommen”. Er deutet auf den See “zumindest muessen wir keinen Durst leiden und koennen uns Abends den Staub vom Leib waschen. Das Lager hier ist sicher, wir sind abseits der Reisewege. Du wirst dafuer sorgen das mein Wasserschlauch immer gefuellt ist und genug Feuerholz hier ist”. Sie nickt verstehend und hoert ihm weiter zu. “Ich werde dich hier ab und an alleine lassen muessen, du hast keine Erfahrung und wuerdest mich verraten wenn ich mich den Larls oder einer Bande der Gesetzlosen naehere. Zum Lager fuehrt nur ein schmaler Weg durch diese Schlucht. Wenn ich das Lager verlasse, dann tarne ich den Eingang der Schlucht. Also bleib einfach in der Naehe des Lagers und versuch dich ruhig zu verhalten. Verstehst du?”. Ihre Augen weiten sich voller Angst “du willst mich hier alleine lassen, mein Herr?”. “Nur fuer ein paar Ehn, dir wird nichts geschehen, das verspreche ich dir. Sei einfach tapfer und tu was ich dir sage, dann wird niemand vermuten das du hier bist.” Zweifelnd sieht sie ihn an, dann reckt sie trotzig das Kinn vor und sieht Ruan an “ich werde tapfer sein mein Herr, versprochen”. Er nickt zufrieden und blickt gedankenverloren ins Feuer.

Ein paar Ahn vorher ..

Sie waren mehrere Ahn auf der Karawanenstrasse gewandert und hatten Hochburg schnell hinter sich gelassen. Schweigend marschierte er vorneweg und spuerte die brennenden und fragenden Blicke seiner Sklavin im Ruecken. Kein Reisender begegnete den beiden und so beobachte niemand, wie er die Karawanenstrasse verliess und einen schmalen, ausgetretenen Pfad ins Gebirge einschlug. Ab und an liess er anhalten, sah sich lange um und versuchte Spuren auf dem kargen Boden auszumachen und sie zu deuten. Schweigend.. Die kajira wagte es nicht zu fragen oder auch nur ein Wort an ihn zu richten. Sie konnte spueren das etwas schreckliches geschehen war und ihr Herr mit seinen eigenen Gedanken beschaeftigt war. Er hatte ihr wortlos das leichtere der beiden Buendel gereicht, den Proviantbeutel hatte sie sich umgehaengt und das Buendel schulterte sie so gut es ging. Zwei der Soeldner hatten sie am fruehen Morgen aus dem Kuechenhaus in der Strasse der Handwerker gezerrt und ihr mit groben Worten zu verstehen gegeben, sie solle sich reisefertig machen und ein paar Nahrungsmittel fuer ihren Herrn und sich zusammenpacken. In aller Eile und von panischer Angst ergriffen packte sie wahllos ein was ihr zwischen die Finger kam. Waehrend sie hinter ihrem schweigsamen Herrn hinterhertrottete, der sich immer weiter von der Stadt entfernte, dachte sie mit Entsetzen an die wenigen Nahrungsmittel in ihrem Beutel. Gegen Abend blieb er stehen und sah sich um, vor ihnen ein kleiner natuerlicher Durchgang im Felsen. “Hier ist es” das waren die ersten Worte die er heute an sie richtete. Sie folgte ihm in die enge Schlucht und blieb erstaunt stehen, als sie hinter seinem breiten Ruecken aus der Schlucht heraustrat. Vor ihr lag ein halbwegs ebener kleiner Platz und dahinter ein kristallklarer Bergsee. “Hier schlagen wir unser Lager auf, kuemmer du dich um Feuerholz und lass dein Buendel hier”. Den Blick immer noch auf den See gewandt nickt sie nur abwesend “ai mein Herr”, laesst das Buendel herunter und macht sich daran in der naeheren Umgebung alles an trockenem Holz herbeizuschleppen. Bei ihrer Rueckkehr sieht sie das er ein kleines Zelt aufgebaut hat und ein paar Steine ringfoermig fuer ein Feuer angeordnet hat. Aus dem zweiten Buendel nimmt er ein weiches Fell und rollt es vor dem Zelt aus.

Er deutet auf den See und den ledernen Wasserschlauch “geh dich waschen und bring mir auf dem Rueckweg den vollen Schlauch mit. Ich mache derweil Feuer und sehe mal was wir alles brauchbares dabei haben.” Sie nickt aufgeregt und spring hinunter zum See. Dort entledigt sie sich ihrer Sklaventunika und steigt vorsichtig in das kalte Wasser. Sie waescht sich ausgiebig und sieht dabei immer wieder sehnsuechtig hoch zu ihrem Herrn, der allerdings mit dem Feuer beschaeftigt ist und sie nicht weiter beachtet. Erst nachdem sie sich sauber fuehlt verlaesst sie das Wasser und reibt sich mit dem groben Stoff ihrer Tunika trocken. Sie fuellt den Wasserschlauch ihres Herrn und geht zurueck zu ihm. Ein helles Lagerfeuer lodert im Camp und wie sie bemerkt, hat sich ihr Herr seiner ledernen Brust- und Armruestung entledigt und sitzt angespannt nur mit seiner Tunika bekleidet am Feuer.

.. to be continued …

(Ein Artikel von Ruan)

Der Tag danach

•23. April 2012 • 2 Kommentare

Das Leben der Bäckerin Jessa ist eigentlich recht unspektakulär. Sie lebt in einem Haus mit ihrem Onkel Zeno und dem Arbeitersklaven Knopf in Lydius und geht tagein tagaus Ihrem Handwerk nach. Gefährtenschaften haben sich in der Vergangenheit nicht als so positiv erwiesen, so dass sie den Männern und dem Wunsch eine eigene Familie zu haben, abgeschworen hat.

Jessa steht in der Stadt eigentlich immer unter der Fuchtel ihres grummeligen Onkels, welcher immer nur zu seinem eigenen Vorteil handelt und jhr das Leben doch manchmal sehr schwer macht. Sie liebt und ehrt ihren einzigen Verwandten, von dem sie noch weiß, jedoch könnte sie gut und gerne darauf verzichten dass er zu of nach ihr sucht in den Strassen von Lydius und dazu sehr, sehr laut ihren Namen brüllt. Der Grund ist meist, dass er hungrig ist… Sie nimmt sich vor zu sparen, um ihm mal eine Sklavin kaufen zu können, was aber nun nach den jüngsten Ereignissen in den Hintergrund tritt. Jessa ist jemandem begegnet. Sie weiß noch nicht so recht damit umzugehen,  jedoch beschreibt Nachfolgendes sehr genau was in ihr vorgeht.

Jessa steht, wie immer, mit Knopf in der Backstube um Backwerk für das Volk und die Besucher von Lydius zu fertigen. Es ist ihr zu Ohren gekommen, dass sich allerlei Besucher aus einer Oase der Tahari in der Stadt befinden, was sie zum Anlass nimmt, ihre Backwaren anzupreisen um vielleicht auch außerorts mal wieder einen Großauftrag ranzuschaffen. Jessa und Knopf bereiten frische Larmaschnittchen vor, welche sie gleich ins Teehaus bringen will um auf sich aufmerksam zu machen. Knopf trägt das Tablett mit den Schnittchen und die Bäckerin folgt ihm. Im Teehaus angekommen traut sie Ihren Augen kaum Die hohen Kastenangehörigen der Stadt Lydius und die Gäste aus der fernen Oase, ein Schreiber, ein Krieger und ein Braumeister sind anwesend. Das Teehaus gerammelt voll! Sie ist froh so geschäftstüchtig gedacht zu haben und gibt Knopf Anweisung die Kostproben zu verteilen. Sie stellt sich freundlich vor, hält sich aber im Hintergrund.

Zu späterer Stunde, als sie wieder in der Backstube ihrer Arbeit nachgeht, sie unter anderem Proviantkörbe für die Reisenden los geworden war und Knopf schon wieder Auslieferungen tätigt, geschieht doch ein Missgeschick. Ein Mehlsack, der im Regal stand, plumpst hinab und der Bäckerin direkt über den Kopf. Wie ein Geist und wütend schimpfend geht sie zuerst zum Brunnen um das Gröbste zu entfernen und dann noch ins Badehaus um sich die Haare auszuwaschen. Mit tropfnassen Haaren geht sie zurück zur Backstube, da ihre Arbeit erst erledigt werden muss. Ihr Anblick jenseits von gut und böse – man hätte meinen können sie hat sie nicht alle beisammen. An der Auslage angekommen, die die leckersten Backwaren präsentiert, steht ein Mann. Sie fragt freundlich wie immer, wie sie denn helfen könne oder ob er besondere Wünsche hätte,  wollte schon die eine oder andere Leckerei anbieten, als er sie fragte ob sie Hefe verkaufen würde. Stutzig ist sie und fragt warum er denn Hefe braucht. Er erklärt sich schnell und stellt sich als Braumeister vor. Faramir ist sein Name. Jessa erkennt natürlich gleich die Gelegenheit und bietet ihm ein Tauschgeschäft an: Hefe gegen ein Fass Met für ihr beliebtes Metbrot, welches herzustellen mehr als drei Tage bedarf und bei dem der Geschmack steht und fällt mit den Zutaten und der Ruhezeit des Teiges. Sie werden sich schnell einig und kommen ins Plaudern. Jessa war wohl in einen Bann geraten. Der Mann wusste bestens mit einer Freien umzugehen, ihr Komplimente zu bereiten, die sie annehmen konnte ohne ihre Ehre zu beflecken.

Sagen wir es so: Die Bäckerin ließ sich wohl auf eine liebliche Unterhaltung mit dem Braumeister ein und war hin- und hergerissen. Einerseits wusste sie ja, dass sein Aufenthalt in Lydius nicht von langer Dauer sein würde und andererseits war ihr auch klar, dass es sich für ihren Stand nicht gehört sich einem Mann anzubiedern. Es war ein schwieriges Unterfangen, doch sie spürte, dass auch von seiner Seite Interesse bestand die Bäckerin besser kennenzulernen. Welche Absichten dahinter stecken könnten, darüber kann man zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren. Jessa wurde mehrmals von Faramir aufgefordert ihn doch einmal in der Oase zu besuchen mit dem Hinweis es sei dort sicher vieles Interesantes zu sehen für eine Bäckermeisterin. Unterschwellig ließ er auch durchblicken, dass er sie sehr gerne wieder sehen möchte. Jessa erklärte, dass sie prinzipiell der Kaste und ihres Handwerks wegen öfter auf Reisen ist um Bäckersgesellen zu finden, da sie festgestellt ha, dass die jungen Leute kaum noch ein richtiges Handwerk erlernen wollen. Jedoch glaubt sie so eine Reise in die Oase sei viel zu kostspielig für sie. Sie sah sich in Gedanken jedoch schon zwischen den zahlreichen, exotischen Früchten und Zutaten, sie schwelgte in der Idee neue Rezepte auszukundschaften und sich speziell in der Gebäckkunst mit Datteln kundig zu machen, so dass sie ernsthaft darüber nachdenken wird, wie sie so eine Reise in die Wege leiten könnte.

Der Braumeister Faramir und sein Freund, der Krieger Turin, waren noch eine Nacht länger in der Stadt geblieben, wovon die Bäckerin jedoch nichts wusste, da sie davon ausging, der Proviantkorb, den sie gerichtet hatte, sei für ihre Abreise bestimmt gewesen. Sie hatte nicht bemerkt, dass diese den Korb in ihrer Backstube vergessen hatten. Sie bildete sich dann am nächsten Tag ein, dass sie nur ihretwegen geblieben waren. Als ihr klar wurde, dass es nur des Korbes wegen war, verflog ihr rosiger Gesichtsausdruck schnell wieder beim Gedanken an den Braumeister.

Sie begegneten sich noch einmal vor dem Palast am Brunnen, als sie gerade einen Rambeeren-Cremekuchen beim Administrator abgegeben hatte und kamen, wie am Abend zuvor, sehr intensiv ins Gespräch, das sie sogar in den Stadtgarten vor den Toren der Stadt brachte. Man sagt es sei ein Ort, wo sich Mann und Frau unter vier Augen näher kommen um über Zukunftspläne zu sprechen. Nun, die Zukunftspläne des Braumeisters waren klar,  er wollte die Bäckerin flach legen, koste es was es wolle, doch im Laufe des Gesprächs hatte er wohl erkannt, dass diese Frau nicht einfach nur ein Abenteuer in einer fremden Stadt werden konnte und war sehr zurückhaltend, respektvoll und ehrbar ihr gegenüber. Sie sprachen offen über alle möglichen Themen, unter anderem auch darüber, dass es in der Oase anscheinend kein Beischlafgesetz gäbe. Über solche Einge hatte sich die Bäckerin natürlich nie Gedanken gemacht, verstand aber dann deutlicher denn je worauf Sir Faramir letztlich hinaus wollte. Sie wandte sich hinaus und sprach davon, dass sie ja mal ganz viele Kinder haben wollte und hoffte somit abschreckend zu wirken, hatte sie doch zuvor noch nie das Gefühl gehabt, eine anziehende Wirkung auf Männer auszuüben und war nun sehr verunsichert. Faramir ließ nicht locker und bat nach wie vor inständig darum, dass sie ihn doch einmal in der Oase besucht, so dass sie dann nach langem Hin und Her auch einwilligte unter der Bedingung, dass sie erst genügend Münzen dafür auf die sparen wollte, da sie kaum glaubt, dass die Stadt der Bäckerin eine solche Reise finanzieren würde. Der Abschied von dem charmanten, charismatischen, stattlichen, gutaussehenden, wortgewandten, betörenden, schelmischen Braumeister fiel ihr sehr schwer. Sind sie sich doch näher gekommen als es sich vielleicht für eine anständige Freie gehört? Niederkastige jedoch habem wohl ab und an unter diversen Deckmäntelchen verschiedenste unmoralische Verbindungen am laufen, so dass sie sich wenig über mögliche Konsequenzen schert, sondern statt dessen den Augenblick genießt.

Das Proviantpaket am neuen Tag war größer als bestellt. Unter anderem gab es für Turin, den Freund von Faramir, auch einen Boskspeckbraten im Brotteigmantel als Entschuldigung für ein verbales Missverständnis am vorigen Tage. Sie meinte es besonders gut mit den beiden und hoffte es würde nicht auffallen, dass ihr mehr an Faramir lag als vielleicht gut für sie war. Denn eines sei gewiss: Die Bäckerin weiß genau, dass man solch einen Kerl nie für sich alleine haben würde. Jedoch machte wohl genau dieser Gedanke den Reiz für sie aus. Faramir entfernte sich kurz um sein Gepäck zu holen, da beschloss Jessa einem grossen Abschiedszenario aus dem Weg zu gehen. Sie gab Turin alle Waren und rannte zurück in ihr Haus. Als sie zeitlich sicher sein konnte, dass die beiden bereits auf dem Schiff sind, wagte sie sich wieder auf die Straße und fand den leeren Proviantkorb mit einem Pergament und jeder Menge Kupfer im Korb, die ihre Reise in die Oase gewiss sicherstellen. Sie lächelte und öffnete das Pergament, sah darauf gemalt ein Schiff, einen Pfeil, der die Richtung anweist und eine Gestalt, welche wohl Faramir sein sollte. Sie strahlte, rannte mit dem Pergament auf die Stadtmauer und beobachtete noch wie das Schiff ablegte. Sie starrte aufs Wasser, sah wie das Schiff immer kleiner wurde und sich irgendwann als kleiner schwarzer Punkt am Horizint verflüchtigte. Schwärmenderweise und ungewiss wann und ob sie sich wiedersehen würden, schlenderte die Bäckerin zurück in die Backstube und überlegte, wie sie solch eine Reise verpacken könnte, so dass die Stadt für sie und ihren Sklaven auch Kost und Logis übernehmen würde. Als Backexkursion vielleicht? Womit könnte sie Gar, den Administrator oder Lady Amira, die Präfektin, überzeugen?

Man wird sehen wie es weiter geht.

( Ein Artikel von Jessa)